Elevator Pitch – so überzeugst Du ganz einfach in 30 sec.

Du sitzt im Bewerbungsgespräch. Deine Hände sind leicht feucht, Dein Hals ganz trocken.

„Beschreiben Sie sich kurz selbst.

Wo sehen Sie Ihre Stärken? Wer sind Sie?

Was hat ein Unternehmen davon, Sie an Bord zu haben? Und was können Sie weniger gut?“

Du weißt irgendwie gar nicht, was Du sagen sollst.

„Ähm, ja, also, äh…, Stärken, ja, ich kann gut mit Kunden umgehen, Excel kann ich auch ganz gut, …. Schwächen? Da fallen mir jetzt gar keine ein.“

Ah ja…

Damit schaffst Du garantiert kein Vertrauen bei dem potenziellen Arbeitgeber. Die Entscheider zweifeln jetzt entweder an Deiner Ehrlichkeit oder an Deiner Fähigkeit zur Selbstreflexion. Jedenfalls an Deiner Fähigkeit, Dich selbst darzustellen.

Das kannst Du ganz einfach vermeiden – mit dem Elevator Pitch.

 

Was ist ein Elevator Pitch?

Sich selbst zu beschreiben, ist gar nicht so einfach. Aber wichtig. Ob für Vorstellungsgespräche oder Beurteilungstermine beim eigenen Arbeitgeber. Oder ganz einfach für Dich selbst.

Erst, wenn Du Dir über Dich selbst im Klaren bist, kannst Du Dich auch gut verkaufen. Und weißt vor allem, was Dir noch fehlt und wohin Du wirklich willst.

Nutze den Elevator Pitch. So nennt man neudeutsch eine Beschreibung über Dich, Deine Stärken, Deine Tätigkeit, Deine Zielgruppe und was Dir sonst passend erscheint. Kurz: In wenigen Worten sollte Dein Gegenüber wissen, wer Du bist, wohin Du willst und was Dir wichtig ist.

Diese kleine Präsentation nennt man Elevator Pitch, weil sie nicht länger als eine Aufzugfahrt über 3 Etagen, also ca. 30 sec., haben soll.

Warum gerade rund 30 Sekunden? Es geht uns doch allen so, dass man keine Zeit hat oder meint, keine zu haben. Alles was länger dauert, wäre für einen kurzen Überblick zu viel – Dein Zuhörer würde schnell das Interesse verlieren. Und je nach Gelegenheit in Richtung Ausgang oder Buffet schielen, statt Dir aufmerksam zuzuhören.

Viel effektiver ist es, Deine Beschreibung kurz aber aussagekräftig zu formulieren.

Damit wirkst Du interessant und weckst Lust auf mehr.

 

Wie erstellst Du nun Deinen Elevator Pitch?

Lebenslauf, Stärken, Schwächen, sachlich, ernst, lustig, kurz, lang…

Ach, Du lieber Himmel, wie soll ich mich nur beschreiben?

Eine einfache Methode, sich seinem Elevator Pitch anzunähern, ist z.B. dieses Namensspiel. Bei mir wirkt es sofort und ich überwinde damit jede Schreibblockade ganz schnell:

  1. Du notierst alle Buchstaben Deines Vor- und Zunamens untereinander fortlaufend.
  2. Du suchst Dir zu jedem Buchstaben Deines Namens eine Eigenschaft oder ein Wort, das Dich auszeichnet. Weitere Eigenschaften mit anderen Anfangsbuchstaben, die Dir dabei einfallen, sind natürlich willkommen.
  3. Aus den gefundenen Eigenschaften und Beschreibungen formulierst Du jetzt ganz leicht Deinen Elevator Pitch. Dabei finden natürlich gerne noch weitere Aspekte Platz.
  4. Jetzt hast Du eine erste Version. Am besten liest Du Deinen Entwurf in Abständen von mehreren Stunden oder Tagen immer wieder durch und optimierst ihn.
  5. Und dann ist er auf den Punkt – Dein Elevator Pitch. Nichts Erfundenes, sondern das, was Dich wirklich ausmacht.

 

Bei mir sieht das z.B. so aus:

A = Authentisch

N = neutral

G = geduldig

E = entwickelnd

L = lebenslustig

I = interessiert

K = kreativ

A = aufmerksam

 

Z = zielgerichtet

A = anschubsend

N = nachhaltig

K = kritikfähig

E = ermutigend

R = reiselustig

 

Ein Elevator Pitch für jede Gelegenheit?

Dir fallen noch viele weitere Begriffe ein, die Dich beschreiben? Dabei sind auch solche, die nicht nur positiv sind?

Gut. Es ist wichtig, dass Du Dich in Deinen Entwürfen nicht selbst beschränkst, sondern ein Gesamtbild über Dich erstellst, an dem Du solange bastelst, bis Du das Gefühl hast, es sei jetzt komplett.

Was Du davon dann in einen zu veröffentlichenden Elevator Pitch packst, entscheidest Du erst, wenn Du mit Deinem Werk zufrieden bist. Das richtet sich natürlich auch danach, wer Empfänger der Beschreibung ist,

Erstelle am besten mehrere Versionen, die Du je nach „Einsatzgebiet“ nutzen kannst:

  • Eine ganz persönliche Version mit positiven und negativen Eigenschaften. Du also ganz pur.
  • Eine Beschreibung für Leute, die Du im Privatleben kennenlernst und die wissen wollen, wer Du bist.
  • Eine Beschreibung, Die Dich und Deine Ziele als Person im Berufsleben zeigt. Und die Du veröffentlichen kannst.

 

Diese 3 Fragen sollte Dein Business – E.P. auf jeden Fall beantworten:

  • Wer bist Du? Was qualifiziert Dich?

  • Wer ist Deine Zielgruppe?

  • Was hat Dein Leser/Kunde/Gegenüber von Dir?

 

Bei mir sieht der Elevator Pitch z.B. so aus:

Portrait2Als langjährige Führungskraft und Arbeitnehmervertretung in DAX-Konzernen ist mir keine Situation im Berufsleben fremd. Dabei sind die Interessen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern oft sehr ähnlich – nur Strategie und Sprache nicht. Ich unterstütze Dich dabei, Deine Arbeitswelt neu zu gestalten – weg vom Jobeinerlei, hin zu Spaß und Erfolg. Merkmale: Authentisch – zielgerichtet – umsetzbar.

Noch ein Tipp:

Damit Du in einer wichtigen Situation nicht unsicher erscheinst oder Dich mit dem Text verhedderst – einfach üben. Vor dem Spiegel, vor Freunden, vor Kollegen.

Bis Du Dich nicht mehr auf die Formulierung sondern auf Dein Gegenüber konzentrieren kannst.

 

Du brauchst noch einige Anregungen?

A: aufmerksam, anregend, achtsam, akribisch, aktiv, ambitioniert

B: begeisternd, bejahend, bewegend, beeinflussbar, belastbar, besonnen

C: charismatisch, chaotisch, charakterstark, couragiert

D: diplomatisch, destruktiv, diszipliniert, diskussionsfreudig, dynamisch

E: einfühlsam, entschlossen, entspannt, energetisch, ehrlich, experimentierfreudig

F: fair, freiheitsliebend, fordernd, fördernd, feinfühlig, freidenkend

G: gesundheitsbewusst, gebildet, gütig, gelassen, gereizt, gehemmt, gesellig, geduldig

H: herzlich, hartnäckig, hierarchisch, herausfordernd, herablassend, höflich, humorvoll

I: ichbezogen, innovativ, idealistisch, intolerant, interessiert, intuitiv

J: jovial, jugendlich, jähzornig

K: kreativ, kraftvoll, konsequent, klar, kompetent, kleinkariert, kollegial, kalkulierend

L: liebevoll, loyal, lebendig, lebenslustig, leistungsstark, lernwillig, lösungsorientiert

M: markenorientiert, meinungsbildend, machtbewusst, manipulativ, missmutig, motiviert, motivierend

N: neutral, negierend, natürlich, nachsichtig, nüchtern, nervös, neugierig, nett

O: oberflächlich, offen, optimistisch, orientierungslos, ordnungsliebend

P: pragmatisch, präzise, pessimistisch, planvoll, provokant, pünktlich

Q: qualitätsbewusst, querdenkend, quengelig, quirlig

R: risikobewusst, radikal, redegewandt, reiselustig, rechthaberisch, reflektiert, respektvoll

S: sachlich, schadenfroh, schlagfertig, selbständig, schusselig, souverän, sprachbegabt

T: taktvoll, tatkräftig, tolerant, teamfähig, temperamentvoll

U: unangepasst, unbeschwert, unentschlossen, unpünktlich, unzuverlässig

V: voreingenommen, verschlossen, verträglich, verschroben, vertrauenswürdig, verwegen

W: weitsichtig, willensstark, wissensdurstig, wortgewandt, wankelmütig

X:

Y:

Z: zäh, zurückhaltend, zielorientiert, zaghaft, zupackend, zufrieden, zynisch

 

Portrait2Erstelle jetzt Deinen ersten Entwurf. Wie sieht Dein Elevator Pitch aus?

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