9 coole Tipps gegen die Sommerhitze am Arbeitsplatz

Tagesschau.

Die Wetterkarte zeigt im Hintergrund eine riesige Sonne quer über Deutschland. Mich beschleicht ein ungutes Gefühl. Ich bin kein Hitzetyp. Ehrlich gesagt könnte der Sommer gerne ausfallen.

Der Wettermann strahlt übers ganze Gesicht. Sommerhitze. Er spricht von 33-37°. Im Schatten.

Und wir haben keine Klimaanlage im Büro.

Na bravo.

Da müssen kreative Ideen her.

Fußbad, Eis, knappe Shorts, noch knappere Shirts, Flip-Flops, Smoothies mixen und schon um 6.00 Uhr zur Arbeit gehen.

Mir fällt noch viel mehr ein, um gegen die Sommerhitze anzugehen. Aber: Was geht? Was lässt man besser? Was muss der Arbeitgeber erlauben? Was darf er verbieten?

 

Sommerhitze9 coole Tipps gegen die Sommerhitze am Arbeitsplatz

Tipp 1: Arbeitsbeginn vorverlegen

Wer früher anfängt, kann auch früher aufhören – und ins Schwimmbad gehen. Also so früh wie möglich durchstarten.

In Betrieben, die gleitende Arbeitszeit haben, ist es leichter, den Arbeitsbeginn einfach mal vorzuverlegen. Aber auch mit festen Kernzeiten lassen sich in heißen Zeiten sicher abweichende Regelungen finden.

Wichtig ist, rechtzeitig mit dem Arbeitgeber abzustimmen, ob es versicherungstechnisch ein Problem geben könnte, ob Kundenberatungszeiten oder sonstige Schichten einzuhalten sind.

Wann muss z.B. das Telefon besetzt sein? Und ist der Eingang jederzeit frei zugänglich oder muss der Empfang besetzt werden?

 

Tipp 2: Arbeitsende vorverlegen

Heute können endlich die vielen Überstunden abgefeiert werden.

Am besten auch hier klären, ob Kernzeiten oder Teampläne einzuhalten sind.

Und den frühen Feierabend so legen, dass Dir bei 34 Grad nicht auch noch der größte Stau einheizt.

 

Tipp 3: Shorts, Shirts und Co.

Leichte, lockere Kleidung in hellen Tönen – das ist Sommerfeeling.

In den wenigsten Unternehmen gibt es Kleiderordnungen. Falls Du aber in einem solchen Unternehmen arbeitest, in dem aus Prestigegründen (z.B. in Banken) oder Sicherheitsgründen (z.B. in Krankenhäusern, Industrie) bestimmte Kleidung vorgeschrieben ist, geht kein Weg drum herum.

Ansonsten gilt, bei Männern wird nackte Haut am Bein und je nach Branche sogar an den Armen als nicht businesslike angesehen. Wer will auch schon den Schweißabdruck des Unterarms auf dem Sitzungstisch sehen?

Bei Frauen sind zwar nackte Arme und Beine erlaubt, an Bauchnabel und Dekolleté ist dagegen Stoff ein Muss. Trotz Sommerhitze.

 

Tipp 4: Flip-Flops und Co.

Flip-Flops sind ein super Schuhwerk bei Hitze, aber nicht immer für den Job. Schon alleine wegen des Flip-Flop-typischen Klatschens beim Gehen.

Sandalen bei Frauen sind toll – mit gepflegten Füßen.

Bei Männern sind Sandalen im Job ein faux pas. Mit Socken ein Gräuel. Ohne Socken… Naja. Also keine gute Idee.

Ein Tipp für kühle Füße: nimm Dir ein paar Einlegesohlen aus dem Supermarkt und lege sie ein bis 2 Stunden ins Kühlfach. Dann in die Schuhe legen und anziehen.

Aaaahhhh… einfach genial.

Barfußlaufen ist zwar bei der Hitze ganz angenehm, vor allem, wenn im Büro ein weicher Teppichboden liegt. Ist aber trotzdem keine gute Idee, da reichlich unhygienisch.

 

Tipp 5: Fußbad

Erfrischt, reinigt, macht einfach gute Laune.

Im Kundenbereich eher keine gute Idee.

Im Bereich von Steckdosen sehr gefährlich und verboten.

Im Wasser planschst Du am besten nur in der Pause. Da hilft es übrigens auch, sich einfach mal ins Gras zu legen, die Füße aufzustellen und das weiche spitze Gras unter den Fußsohlen zu fühlen. Da willst Du nicht mehr weg.

 

Tipp 6: Eis essen

Klasse Idee! Kühlt ab, bringt den Insulinstoffwechsel auf Touren, schafft Energie und ist lecker.

Und das auch noch gerichtlich legalisiert. Soll heißen: es gibt tatsächlich ein Gerichtsurteil, dass auf dem Weg von und zur Arbeit der Abstecher zur Eisdiele sogar als Arbeitsunfall gewertet wird. Das bedeutet, Eis essen gehört zum Arbeitsleben.

Kaltes kurbelt allerdings den Stoffwechsel an. Die momentane Kühlung kehrt sich schnell ins Gegenteil um, da der Körper die Abkühlung auszugleichen versucht. Macht Nix! Trotzdem lecker und sooooo gut.

Alternative: Obstsalat aus Melonen (bedeutet viel Wasser), Bananen (bedeutet viel Fruchtzucker) und Kiwi (bedeutet viel Vitamine). Das alles brauchst Du bei der sommerlichen Hitze.

 

Tipp 7: Smoothies mixen

Diese leckeren Mixgetränke aus rohem Gemüse oder/und Obst, Honig & Co. helfen super bei 30° und mehr. Also her mit dem Mixer und ab auf die Fensterbank im Büro.

Moment! Kläre mit Deinem Arbeitgeber, ob Du eigene E-Geräte aufstellen darfst. Da gibt es umfangreiche Auflagen der Versicherungen. Und der Berufsgenossenschaft. Und was weiß ich von wem noch alles. Das Gerät muss also offiziell abgenommen und mit einem Prüfsiegel versehen sein.

Die Geräte sind auch nicht gerade leise. Im Büro führt es sicher nicht zur Freude, wenn die Mix-Pause durch alle Räume schallt. Im Kundengespräch, ob persönlich oder telefonisch, wären das nicht die richtigen Signale. Aber, wenn es der Chef erlaubt, ist die Mix-Pause in der Küche super gesund.

Wer lautloser durch den Tag kommen will, nimmt eine Zitrone (ungespritzt natürlich), drückt diese aus und gibt leicht gekühltes Mineralwasser dazu. Wer es bequemer mag, nimmt fertig ausgepressten Zitronensaft aus dem Supermarkt. Frisch und gesund!

Um den Kreislauf in Schwung zu bringen, bewegst Du Dich am besten immer wieder zwischendurch. Da kommt der Gang in die Küche und das Auspressen der Zitrone mit der Hand gerade recht.

 

Tipp 8: Spazieren oder schwimmen gehen

Mittagspause. Das Schwimmbad ist direkt gegenüber. Auch der Wald ist um die Ecke. Sich moderat bewegen. Das unterstützt den Kreislauf, macht gute Laune und erfrischt.

Damit Dein Chef nicht in Wallung kommt, bitte vorher abklären, wie das versicherungstechnisch aussieht. Da Du das Unternehmensgrundstück verlässt, bist Du nicht ohne Weiteres durch die Berufsgenossenschaft versichert.

Und danach? Ab in den Liegestuhl, den See oder auf dem Mountainbike durch den Wald. Oder gleich mit den Kollegen eine Runde grillen und chillen.

 

Tipp 9: Hitzefrei? Lass Dir was einfallen

Der Arbeitgeber hat eine gesetzliche Fürsorgepflicht. Soweit klar.

Das führt aber eher selten dazu, dass die Mitarbeiter wirklich früher nach Hause gehen dürfen.

Maßgeblich sind nicht die Außentemperaturen, sondern die am Arbeitsplatz. Da müssten schon extreme Temperaturen an die 30° und mehr auftreten, um so etwas wie Hitzefrei zu bekommen.

Also lass Dir coole Ideen einfallen. Oder nimm einfach Urlaub.

 

Portrait2Jetzt können die 38° kommen oder?

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